
„Was ist wichtiger? Was hilft besser? Gemeinsam beten oder solidarisch handeln?“ Die Kinder gaben auf diese Frage eine klare Antwort: Beides!
In einem Anspiel von drei 10-jährigen Schülerinnen haben wir von Chioma und ihren Lernproblemen in Nigeria erfahren. Mit Hilfe ihrer Freundinnen konnte sie ihre Schwierigkeiten in Mathe bewältigen. Das tägliche stärkende Gebet, welches die inneren Blockaden und Schulängste löst, konnte Wunder bewirken, ebenso wie die Freundschaft der Mädchen, die beharrlich mit ihrer Mitschülerin Mathe geübt haben und ihr alles erklärten bis sie zu ende des Schuljahres sogar Zweitbeste in ihrer Klasse wurde.
Unser kinder- und familienfreundlicher WGT 2026 war gesegnet durch Mitwirkung von Jungs und Mädchen aller Schularten und Altersgruppen, verschiedener Konfessionen und Nationalitäten. Ein besonderer Höhepunkt war zudem der persönliche Bericht von Veronika Lattner über ihren Einsatz 2025 im Rahmen einer Projektreise nach Nigeria, wo sie ein Patenkind mit Schulgeld unterstützt. Sichtlich bewegt berichtete Veronika in nigerianischer Kleidung davon wie sie mit ihrem Mann Klaus Brillen für Kinder angepasst hat, sodass diese überhaupt beschulbar wurden. „Was wäre aus mir geworden, hätte ich als Kind keine Brille bekommen? Wahrscheinlich hätte ich auch nicht lesen und schreiben gelernt...“ Aus Dankbarkeit für ihren eigenen Lebensweg engagiert sich Veronika mit ihrem Mann in medizinischen und schulischen Projekten in Nigeria und Gambia mit praktischen Arbeitseinsätzen.
Bereichert wurde unsere Feier zudem durch Darbietungen des Kinderchores von Frau Prof. Assel mit Sänger*innen aus dem Religionsunterricht in den Bezirken Bludenz und Feldkirch. Gemeindeleiterin Sabrina Wachter war wie im letzten Jahr eine wunderbare Gastgeberin, Predigerin und Liturgin, die zudem für die gut funktionierende Technik sorgte und das Agape-Team auf die Beine stellte. Landestypisch wurde unser Buffet durch leckere Nigerianische Meatpies von Familie Ndafia, deren Kinder den Gottesdienst ebenfalls mit ausgestaltet haben.
Kinder und Erwachsene durften gesegnete Stunden erfahren, gemeinsam mit allen, die sich an diesem Freitag im März im weltweiten Gebet miteinander verbunden haben. „Kommt, lasst Euch stärken“ Diese Einladung Jesu wurde für uns alle spürbar.
Christiane Assel, Pfarrerin und Lehrerin für das ökumenische Team in Bludenz, Herz-Mariae